Kor­sika

Ob man an einem der schö­nen Strände Kor­si­kas ent­span­nen möchte oder lie­ber in den Ber­gen Kor­si­kas wan­dern geht — die Insel im Mit­tel­meer hat für jeden Urlau­ber etwas zu bieten.

Über Kor­sika, Land und Leute.

Men­schen

Kor­sika ist ein Schmelz­tie­gel: Viele Völ­ker haben im Laufe der 10.000 Jahre alten Insel-Geschichte ihre Spu­ren hin­ter­las­sen und die Bevöl­ke­rung der Insel mehr oder weni­ger geprägt.

So ist auch die Spra­che mehr mit dem Tos­ka­ni­schen als dem Fran­zö­si­schen ver­wandt: Kor­sen hei­ßen weni­ger Durand oder Dupont, son­dern eher Ber­nar­dini, Cesari oder San­tini. Die Vor­na­men sind meist Fran­zö­sisch, kön­nen aber im Kor­si­schen zu „Ghju­van Fran­cescu“ mutie­ren. Ähn­li­ches geschieht auch mit Städ­te­na­men. Die hei­ßen dann zwei­spra­chig „Bonifacio/Bunifaziu“, „Ajaccio/Ajacciu“, „Corte/Corti“. Viel­fach sieht man aber auf Ver­kehrs­schil­dern, dass die fran­zö­si­schen Namen durch­ge­stri­chen oder auch schon mal durch­schos­sen sind … Zei­chen eines immer noch leben­di­gen Unabhängigkeitsstrebens …

La „tête de maure“

Man sieht ihn über­all, auf Flag­gen, Wim­peln, Haus­wän­den, Stirn­bän­dern, Autos: den „tête de maure“, den Kor­sen­kopf. Das typisch kor­si­sche Wap­pen, ihr Frei­heits­sym­bol, zeigt den Kopf eines Schwar­zen mit krau­sem Haar und wei­ßem Stirn­band, das im Nacken gekno­tet ist. Um seine Ent­ste­hung ran­ken sich zahl­rei­che Legen­den. Klar ist nur, dass der Kopf immer Rich­tung Meer bli­cken soll, dort­hin, von wo einst seine Unter­drü­cker kamen.

Klima und Wetter

Auf­grund sei­ner Lage und der so unter­schied­li­chen Topo­lo­gie weist Kor­sika meh­rere Kli­ma­zo­nen auf. Dabei spie­len die jewei­lige Höhe und die ver­schie­de­nen vor­herr­schen­den Winde eine bedeu­tende Rolle. In den Küs­ten­re­gio­nen bestimmt medi­ter­ra­nes Klima das Wet­ter, in den Ber­gen ist es eher kon­ti­nen­tal bis alpin. 

Die Strand- und Bade­sai­son dau­ert auf Kor­sika in der Regel von Mitte Mai bis Mitte Okto­ber. Da es im Lan­des­in­ne­ren auch noch im Mai zu Schnee­fäl­len kom­men kann, ist diese Zeit die beste für Rad­tou­ren und Wan­de­run­gen an der Küste und im Vor­ge­birge. Bei allen Wan­de­run­gen, Rad- und Berg­tou­ren ist auch im Som­mer auf eine gute Aus­rüs­tung zu ach­ten, da es sehr heiß und win­dig wer­den kann. Ein Bad in einem der Berg­seen ist dann eine will­kom­mene Erfri­schung. Weni­ger will­kom­men, aber im Gebirge nicht unüb­lich, sind lokale Som­mer­ge­wit­ter. Ansons­ten reg­net es in die­ser Zeit kaum, Nie­der­schläge gibt es fast aus­schließ­lich im Herbst und Win­ter. Ver­schie­dene Winde zer­ren an der Insel, dar­un­ter der Süd­west­wind „Ponente“, der im Som­mer warme und im Win­ter kalte Böen von Gibral­tar her auf die Insel bringt. Der stau­bige „Sirocco“ ist der zweit­häu­figste Wind. Er bläst aus Süd­ost, in Bas­tia z. B. durch­schnitt­lich an 105 Tagen im Jahr.

Natur­lieb­ha­ber kom­men im Früh­jahr, wenn die Mac­chia blüht und ihre Düfte ver­strömt, auf ihre Kos­ten. Sehr schön auch der Herbst, wenn das Wet­ter noch mild und das Laub der Buchen- und Kas­ta­ni­en­wäl­der sich lang­sam ver­färbt. Kor­sika bie­tet also je nach Jah­res­zeit für jeden Geschmack viel­fäl­tige Mög­lich­kei­ten; im Win­ter kann man sogar Ski fahren. 

An der Küste

Die gesamte Küste der Insel bie­tet über 1047 km ein äußerst viel­fäl­ti­ges und abwechs­lungs­rei­ches Bild. Ent­spre­chend groß ist das Ange­bot an unter­schied­lichs­ten Bade­buch­ten und Strän­den. Da sie meis­ten sanft ins Meer abfal­len, sind sie auch für Fami­lien mit Kin­dern geeig­net. Die schöns­ten fin­det man an der Nord­küste rund um das Cap Corse und zwi­schen Calvi und Saint-Flo­rence und an der Süd­ost­küste von Porto Vec­chio bis Bonifacio.

Tier­welt

Haus­tiere, die ein wenig wild sind

Eigent­lich sind es Haus­tiere, die einem häu­fig am Stra­ßen­rand oder in freier Wild­bahn begeg­nen.  Nach alter Tra­di­tion dür­fen sie frei her­um­lau­fen und haben sich im Laufe der Zeit an die klima- und gelän­de­spe­zi­fi­schen Gege­ben­hei­ten angepasst. 

So trägt die kor­si­sche Ziege, akro­ba­tisch und robust, ein lan­ges Fell, das sie vor den Dor­nen der Mac­chia schützt. Das kor­si­sche Mut­ter­schaf pro­du­ziert eine beson­ders feste, was­ser­dichte und warme Wolle. Beide lie­fern die Milch für so berühmte Käse wie den A casinca oder den Broc­ciu.

Auch die kor­si­sche Kuh bewegt sich meist frei und ernährt sich aus­schließ­lich von Pflan­zen aus der Mac­chia. Wun­dern Sie sich nicht, wenn am Strand hüb­sches, brau­nes Milch­vieh mit mäch­ti­gen Hör­nern auftaucht.

Wan­der­wege

Kor­sika wird nicht nur die „Île de Beauté“, son­dern auch das „Gebirge im Meer“ genannt. Von allen Mit­tel­meer­in­seln ist sie mit ihren mehr als 70 Gip­feln, die sich über 2000 Meter erhe­ben, die gebir­gigste. Da schlägt das Herz des Wan­de­rers gleich höher! Denn die Insel bie­tet von ein­fa­chen Wan­de­run­gen bis hin zu mehr­tä­gi­gen Aben­teu­ern und hoch­al­pi­nen Berg­tou­ren für jeden Geschmack und Anspruch tolle Möglichkeiten.

Neben dem berühm­ten Fern­wan­der­weg GR20 gibt es zahl­lose Mög­lich­kei­ten für Aus­flüge unter­schied­lichs­ter Art und Länge. Bei allen ist zu beach­ten, dass Zustand und Mar­kie­rung der Wan­der­wege nicht immer als gut bezeich­net wer­den kön­nen. Man­chen Tou­ren füh­ren durch sehr stei­les Gelände und erfor­dern gründ­li­che Vor­be­rei­tung, gute Kon­di­tion und die rich­tige Aus­rüs­tung. Dazu gehö­ren immer fes­tes Schuh­werk, wet­ter­feste Klei­dung und aus­rei­chend Pro­vi­ant und Getränke. Ein abso­lu­tes Muss, beson­ders für das Gebirge (und nicht nur auf Korsika)! 

 Im Rei­se­heft emp­feh­len wir einige Wan­der­wege, die wir selbst erkun­det haben, z. B. das Res­to­nica-Tal oder den Küs­ten­weg auf dem Cap Corse. Aber wir sind keine „Wan­der­pro­fis“, unsere Tou­ren rich­ten sich an Per­so­nen, die die Viel­falt Kor­sika ent­de­cken und genie­ßen möch­ten: Kul­tur und Men­schen, Berg­dör­fer, Märkte, Gas­tro­no­mie, Tier­welt, Flora und Meer.

Andere Sei­ten

Alle Wege füh­ren nach … Flüge, Fäh­ren, Miet­wa­gen nach Kor­sika.

Flüge

Zahl­rei­che Flug­ge­sell­schaf­ten haben das ganze Jahr über Kor­sika im Pro­gramm. Von Mai bis Okto­ber wer­den Flüge von vie­len Flug­hä­fen in Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz aus nach Bas­tia und Calvi ange­bo­ten. Einige Beispiele:

 

Aus Deutsch­land:

  • Ber­lin-Bran­den­burg – Bastia
  • Düs­sel­dorf – Calvi und Bastia
  • Frank­furt – Bastia
  • Ham­burg – Bastia
  • Köln – Calvi
  • Köln – Bastia

 

Aus Öster­reich:

  • Wien – Calvi
  • Salz­burg – Calvi
  • Linz – Calvi

 

Aus der Schweiz:

  • Zürich – Calvi


Fähre

Von meh­re­ren Häfen in Frank­reich und Ita­lien (Fest­land und Sar­di­nien) ver­keh­ren Fäh­ren in regel­mä­ßi­gen Abstän­den nach Kor­sika. Hier eine kleine Übersicht:

Cor­sica Fer­ries www.corsica-ferries.de

  • Von Livorno (Ita­lien) nach Bas­tia und Île Rousse
  • Von Savona (Ita­lien) nach Bastia
  • Von Nizza (Frank­reich) nach Bas­tia, Calvi, Ajac­cio und Île Rousse
  • Von Tou­lon (Frank­reich) nach Bas­tia, Ajac­cio und Île Rousse

Miet­wa­gen

Wel­ches Auto sollte man auf Kor­sika mieten?

Das ideale Fahr­zeug für die so abwechs­lungs­rei­che, zum Teil gebir­gige Land­schaft der Insel ist die Kom­bi­na­tion kom­pak­ter Wagen, aber star­ker Motor! Auf klei­nen kur­ven­rei­chen Stra­ßen und beim Auf und Ab in den Ber­gen wer­den Sie die Wen­dig­keit eines klei­ne­ren Autos mit einem kräf­ti­gen Motor schät­zen lernen!

 

Auto­fah­ren auf Kor­sika – zum Fürchten?

Nein, auf kei­nen Fall. Im All­ge­mei­nen sind Sie auf den sehr guten Haupt­stra­ßen, die Kor­sika durch­que­ren, sicher und ent­spannt unter­wegs. Ebenso auf den nor­ma­len ein­fa­chen Stra­ßen ent­lang der Küste. Sie soll­ten aller­dings berück­sich­ti­gen, dass es auf Neben­stra­ßen und in den Ber­gen auch mal eng zuge­hen kann. Das for­dert den nöti­gen Respekt und eine ent­spre­chend ange­passte Fahr­weise. Aber Geschich­ten, die im Netz von gefähr­li­chen und „beängs­ti­gen­den“ Stre­cken berich­ten, sind meist über­trie­ben. Klar muss man bei Tou­ren abseits der nor­ma­len Rou­ten beson­dere Vor­sicht wal­ten las­sen, aber „beängs­ti­gend” ist sehr sub­jek­tiv. Men­schen emp­fin­den unter­schied­lich und einige reagie­ren auf Berg- und Gebirgs­pas­sa­gen mit Schwin­del­ge­fühl und Höhen­angst. Es gibt Situa­tio­nen, wo einem kurz der Atem sto­cken kann, bei der Begeg­nung mit einem ein­hei­mi­schen Fah­rer in einer engen Kurve, beim Anblick eines stei­len Abhangs oder bei Tie­ren auf der Straße. Aber es ist wie über­all: Pas­sen Sie Ihre Fahr­weise den Ver­hält­nis­sen an, fah­ren Sie auf­merk­sam und las­sen Sie sich Zeit. Sie sind ja nicht auf der Flucht!

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