Den Begriff Dijon verbinden vielen Menschen mit der Senfart Dijon-Senf. Die Hauptstadt des Burgunds steht jedoch ebenso für eine lange Geschichte, eine außergewöhnlich gut erhaltene Altstadt und eine enge Verbindung zu Kunst, Kultur und Kulinarik. Als politisches und kulturelles Zentrum der Region nimmt die Stadt im Osten Frankreichs eine besondere Stellung ein. Erfahren Sie in unserem Blog, was die Stadt in Ostfrankreich so besonders macht und was Sie sich bei einem Besuch nicht entgehen lassen sollten.

Dijon – darum ist die Stadt ein lohnendes Reiseziel

Als historisches Zentrum des Burgunds verbindet Dijon eine außergewöhnlich geschlossene Altstadt mit einem kulturellen Angebot, das weit über klassische Sehenswürdigkeiten hinausgeht. Prägend wirken die Spuren der Herzöge von Burgund, die das Stadtbild über Jahrhunderte formten und bis heute in Palästen, Kirchen und repräsentativen Plätzen sichtbar sind. Ergänzt wird diese historische Dichte durch eine lebendige Gegenwart, in der Märkte, Museen und Veranstaltungen fest im Alltag verankert sind. Kulinarisch profitiert Dijon von seiner Lage im Weinbaugebiet Burgund, was sich sowohl in regionalen Spezialitäten als auch in der Qualität der lokalen Gastronomie widerspiegelt. Gleichzeitig eignet sich die Stadt aufgrund ihrer überschaubaren Größe und klaren Struktur ideal für einen Aufenthalt, bei dem Geschichte, Genuss und Stadterlebnis eng miteinander verbunden sind.

Spannende Geschichte entdecken: Dijon

Die Altstadt von Dijon zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und besticht durch malerische Straßen und beeindruckender Architektur. Die Geschichte der Stadt spiegelt sich eindeutig in den historischen Fachwerkhäusern wider, nicht umsonst zählt Dijon zu einer der kunst- und geschichtsträchtigsten Städte in Europa.

Bereits zu Zeiten der Römer war Dijon nicht nur für Burgunderweine eine wichtige Handelsstadt. Die Stadt liegt angrenzend zu einer damals wichtigen Handelsstraße, die Via Agrippa, zwischen Trier und Lyon. Noch heute ist Dijon ein Zentrum für Handel, Industrie und Verkehr.

Den Mittelpunkt der Stadt stellt der “Place de la Libération” dar. Der halbkreisförmige ehemalige Palast wurde im späten 17. Jahrhundert erbaut und bietet heutzutage dem Rathaus von Dijon Platz. Eine weitere historische Sehenswürdigkeit ist der Turm “Tour Philippe-le-Bon”. Mit 316 Stufen und einer Höhe von 46 Metern bis zur Spitze können Sie hier den schönen Panoramablick über die Stadt genießen.

Wo genau liegt Dijon?

Dijon liegt mit etwa 41,6 km² östlich in Frankreich in der Region Bourgogne-Franche-Comté und ist Heimat von rund 158.000 Einwohnern. Die Hauptstadt des Burgunds liegt zwischen den populären Städten Paris und Lyon und gehört zum Département Côte-d’Or, welches für seine Weine bekannt ist.

Durch Dijon fließen die Flüsse Ouche und Suzon, die die malerische und idyllische Landschaft der Stadt perfekt abrunden.

Dijon – prägende Orte aus Geschichte und Gegenwart

Innerhalb der Altstadt von Dijon zeigt sich die historische Entwicklung besonders anschaulich anhand einzelner Bauwerke und Plätze, die bis heute das Stadtbild prägen. Repräsentative Architektur aus der Zeit der Herzöge von Burgund steht dabei neben sakralen Gebäuden, die unterschiedliche Epochen widerspiegeln. Ergänzt wird dieses Bild durch urbane Räume, in denen Handel und Begegnung seit Jahrhunderten eine feste Rolle spielen. Das enge Zusammenspiel von politischer Macht, religiöser Bedeutung und städtischem Leben verleiht den wichtigsten Orten eine besondere Wirkung.

Spektakuläre Sehenswürdigkeiten in Dijon:

  • Cathédrale Saint-Bénigne de Dijon
  • Porte Guillaume
  • Halles de Dijon
  • Rue des Forges
  • Paroisse Notre-Dame De Dijon
  • Parc de la Colombière
  • Kellereien für Burgunderweine

Dijon: Museen und kulturelle Highlights

Kunst, Geschichte und Alltagskultur nehmen in Dijon einen festen Platz im Stadtbild ein und prägen das kulturelle Profil der ehemaligen Herzogsstadt. Museen von internationalem Rang stehen in direkter Nähe zu historischen Plätzen, während geführte Stadttouren den Zugang zu Architektur, Symbolik und lokalen Traditionen erleichtern.

Dijon – Museen mit regionaler und internationaler Bedeutung

Im Zentrum der Altstadt befindet sich mit dem Musée des Beaux-Arts de Dijon eines der ältesten Kunstmuseen Frankreichs, untergebracht im ehemaligen Herzogspalast. Die Sammlungen reichen vom Mittelalter bis in die Moderne und geben zugleich Einblick in die politische und kulturelle Bedeutung Burgunds. Ergänzt wird dieses Angebot durch spezialisierte Häuser wie das Musée de la Vie Bourguignonne, das den Alltag früherer Jahrhunderte dokumentiert, sowie durch kleinere Kunstmuseen, die sich auf einzelne Epochen oder Sammlungen konzentrieren. Die Vielfalt der Museen spiegelt die historische Rolle Dijons als kulturelles Zentrum der Region wider.

Interessante Museen in Dijon:

  • Musée de Beaux Arts (Kunstmuseum)
  • Palace of the Dukes (historisches Museum)
  • Musée Archeologique (archäologisches Museum)
  • Musée de Vie Bourguignonne (historisches Museum)
  • Musée Magnin (Kunstmuseum)
  • Muséum d’Histoire Naturelle (Naturkundemuseum)
  • Musée Rude (Kunstmuseum)

Stadtführungen und kulturelle Rundgänge in Dijon

Abseits der Museumsräume erschließt sich die Stadt über thematische Rundgänge, die Geschichte und Gegenwart miteinander verbinden. Besonders bekannt ist der Owl’s Trail, ein markierter Stadtrundgang, der zu zentralen Bauwerken, Plätzen und versteckten Details der Altstadt führt. Solche Touren lenken den Blick auf architektonische Besonderheiten, städtebauliche Zusammenhänge und lokale Symbole, die im Vorbeigehen leicht übersehen werden.

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Dijon: Musik, Theater und kulturelle Höhepunkte

Über das Jahr hinweg prägen kulturelle Veranstaltungen das öffentliche Leben von Dijon und verleihen Plätzen, Parks und historischen Spielstätten eine besondere Dynamik. Musik, Theater und Film rücken dabei bewusst in den Stadtraum und greifen die architektonische Kulisse auf. Viele Formate sind fest im Kulturkalender verankert und verbinden regionale Traditionen mit zeitgenössischen Ausdrucksformen.

Bekannte Feste, Veranstaltungen und Festivals in Dijon erleben:

  • Jazz en Ville (Jazzfestival, jährlich im Mai)
  • Théâtre en Mai (Theaterveranstaltung, jährlich im Mai)
  • Estivade (Theaterfestival, jährlich im Juni)
  • L’Eté Musical (Musikfestifal, jährlich im Juni)
  • Open du Rock (Rockfestival, jährlich im September)
  • Fêtes de la vigne (Wein- und Folklorefestival, jährlich im September)
  • Ecrans de l’Aventure (Filmfestival für Abenteuerfilme, jährlich im September)
  • Florissimo (Ausstellung von exotischen und tropischen Pflanzen, alle 5 Jahre im März)

Dijon – die Stadt des Senfs

Der Stadtname Dijon ist wohl vielen nicht zuletzt wegen des Senfs bekannt. Doch was macht diesen Senf so besonders? Beim Dijon-Senf wird, anders als beim herkömmlichen Senf, bei dem Essig benutzt wird, Traubenmost bzw. Verjus zur Herstellung verwendet. Diese Zutat liegt nahe, da Dijon als Hauptstadt des Burgunds in einer der bedeutendsten Weinregionen Frankreichs liegt. Eine weitere Besonderheit ist die Auswahl der Senfkörner: Für den Dijon-Senf werden ausschließlich braune und schwarze Senfkörner verwendet.

Die Geschichte des Dijon-Senfs soll bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Trotzdem wird heutzutage die Senfsorte nicht mehr in der Stadt selbst, sondern in einem Vorort von Dijon hergestellt. Grund für Aufgabe der lokalen Produktion ist die internationale Konkurrenz, die in großen Fabriken produziert.

Neben dem Senf gehört auch pain d’épices fest zur kulinarischen Identität der Stadt. Der burgundische Lebkuchen hat seinen Ursprung im 17. Jahrhundert und ist in vielen Läden, besonders in der Altstadt von Dijon, zu finden. Ergänzt wird dieses Angebot durch eine Restaurantszene, die regional verankert ist und Burgunder Weine selbstverständlich in die Küche einbindet. Häuser wie Loiseau des Ducs, Le Pré aux Clercs oder die Hostellerie du Chapeau Rouge stehen exemplarisch für eine Küche, die klassische Rezepte aufgreift und zeitgemäß interpretiert. Daneben prägen traditionelle Bistros und Markthallen das kulinarische Stadtbild, in denen regionale Produkte eine zentrale Rolle spielen.

Tipp: Achten Sie beim Kauf von Dijon-Senf besonders in Souvenirs-Shops auf die Herkunft. Häufig stammt dieser nicht einmal aus Frankreich, sondern aus den verschiedensten Ländern, da es sich bei der Bezeichnung Dijon-Senf um keine geschützte Herkunftsbezeichnung handelt, sondern lediglich um ein Rezept. Wer richtig sucht, der wird auch echten Dijon-Senf aus handwerklicher Produktion finden.

Dijon: Touristenfallen erkennen und vermeiden

Bestimmte Hinweise helfen Ihnen dabei, touristisch geprägte Angebote in Dijon frühzeitig zu erkennen und gezielt zu umgehen. Gerade in zentralen Lagen lohnt ein genauer Blick auf Details, die Rückschlüsse auf Preisniveau und Qualität zulassen.

  • Gastronomie in direkter Nähe zu Sehenswürdigkeiten: Restaurants mit stark vereinfachten Menüs, auffällig vielen Sprachen auf der Speisekarte und geringem Bezug zu regionalen Produkten verlangen häufig höhere Preise bei durchschnittlicher Qualität.
  • Souvenirgeschäfte mit regionaler Symbolik: Dijon-Senf oder pain d’épices werden oft als lokale Spezialitäten präsentiert, stammen jedoch nicht zwingend aus Burgund, da die Bezeichnung Dijon-Senf keine geschützte Herkunftsangabe darstellt.
  • Weinangebote ohne klare Herkunft: Flaschen mit allgemeinen Bezeichnungen wie „Burgunder Wein“ ohne Angabe von Appellation oder Erzeuger weisen häufig auf industrielle Abfüllung hin.
  • Lage als Preisfaktor: Verkaufsstellen entlang stark frequentierter Fußgängerachsen und rund um zentrale Plätze kalkulieren ihre Preise in der Regel höher als Betriebe in weniger touristisch geprägten Vierteln.
  • Authentischere Alternativen abseits der Hauptwege: Lokale Märkte, kleinere Fachgeschäfte und Restaurants außerhalb der touristischen Kernzonen bieten oft ein ausgewogeneres Preis-Leistungs-Verhältnis und eine stärkere regionale Verankerung.

Dijon – eine Stadt mit Geschichte, Kultur und Küche

Insgesamt präsentiert sich Dijon als Stadt, in der historische Bausubstanz, kulturelles Leben und regionale Küche eng miteinander verbunden sind. Eine kompakte Altstadt, bedeutende Museen, ein vielfältiger Veranstaltungskalender und eine tief verwurzelte Kulinarik ergeben ein stimmiges Gesamtbild für unterschiedliche Reiseformen. Hinzu kommt die Lage im Burgund, die es erlaubt, den Aufenthalt sinnvoll mit Weinregionen und weiteren Städten der Umgebung zu kombinieren, etwa mit einem Abstecher nach Beaune, das als Zentrum des burgundischen Weinbaus gilt und Dijon thematisch ideal ergänzt.

Wir unterstützen Sie bei der Planung Ihrer Frankreichreise und beraten Sie gerne zu passenden Routen, Regionen und Aufenthalten im Burgund. Gestalten Sie Ihren Urlaub in Frankreich nach Ihren persönlichen Interessen und bereiten Sie Ihre Reise gezielt vor, um ein unvergessliches Erlebnis zu schaffen.

Häufige Fragen zu Dijon

Dijon zeichnet sich durch eine außergewöhnlich gut erhaltene Altstadt, historische Plätze und eine hohe Dichte an Bauwerken aus verschiedenen Epochen aus. Fachwerkhäuser, Kirchen und repräsentative Palastanlagen prägen das Stadtbild und verleihen der Hauptstadt des Burgunds einen geschlossenen historischen Charakter.

Besonders an Dijon ist die Verbindung aus politischer Geschichte, kultureller Bedeutung und regionaler Küche. Als ehemalige Residenzstadt der Herzöge von Burgund spielt Dijon bis heute eine zentrale Rolle in der Region. Hinzu kommen bedeutende Museen, ein aktives Kulturleben und die enge Verbindung zum Weinbaugebiet Burgund.

Dijon ist vor allem für den Dijon-Senf bekannt, der traditionell mit Verjus statt Essig hergestellt wird. Ergänzt wird das kulinarische Profil durch pain d’épices, einen burgundischen Lebkuchen aus dem 17. Jahrhundert, sowie durch eine Küche, die regionale Produkte und Burgunder Weine in den Mittelpunkt stellt.

Dijon ist vor allem für den Dijon-Senf bekannt, der traditionell mit Verjus statt Essig hergestellt wird. Ergänzt wird das kulinarische Profil durch pain d’épices, einen burgundischen Lebkuchen aus dem 17. Jahrhundert, sowie durch eine Küche, die regionale Produkte und Burgunder Weine in den Mittelpunkt stellt.