Dinard Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Highlights für den ersten Besuch
Elegante Villen, breite Sandstrände, Palmen an der Uferpromenade und auf der anderen Seite des Wassers die mächtigen Stadtmauern von Saint-Malo: Dinard ist einer dieser Orte in der Bretagne, die sofort ein ganz eigenes Flair vermitteln.
Der Badeort liegt an der Côte d’Émeraude, der Smaragdküste im Norden der Bretagne. Seinen großen Aufschwung erlebte Dinard während der Belle Époque. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten wohlhabende französische und vor allem britische Familien den kleinen Ort am Meer und ließen hier prächtige Villen errichten.
Aus dem ehemaligen Fischerort entwickelte sich ein mondänes Seebad. Noch heute ist Dinard als „die Elegante“ bekannt. Das Kasino, schöne Hotels, Kunstgalerien und die vielen historischen Villen erinnern an diese glanzvolle Epoche.
Das Schöne an Dinard: Sie müssen keine lange Liste von Sehenswürdigkeiten abarbeiten. Der Ort lässt sich wunderbar zu Fuß entdecken. Zwischen Strand, Villenvierteln und Küstenwegen liegen viele der schönsten Plätze nah beieinander.

Dinard Sehenswürdigkeiten und Tipps: 6 Orte für den ersten Besuch
Wenn Sie Dinard zum ersten Mal besuchen, sollten Sie vor allem diese Orte kennenlernen:
- Plage de l’Écluse: Das Herz des Badeortes
- Pointe de la Malouine: Prächtige Belle-Époque-Villen
- Pointe du Moulinet: Wunderschöner Blick auf Saint-Malo
- Promenade du Clair de Lune: Der berühmte Mondscheinspaziergang
- GR34: Spaziergang entlang der Smaragdküste
- Saint-Énogat: Das ursprüngliche Dinard
Sabine Laurent,
Gründerin von „Das Beste in Frankreich“
Mit „Das Beste in Frankreich“ habe ich mich darauf spezialisiert, individuelle Rundreisen zusammenzustellen, die Reisenden das Land authentisch näherbringen und Frankreich so zu zeigen, wie ich es selbst erlebe: fernab der großen Besucherströme, mit sorgfältig abgestimmten Routen, handverlesenen Unterkünften und vielen persönlichen Empfehlungen. Jede Reise basiert auf eigener Erfahrung vor Ort, intensiver Recherche und einem Netzwerk ausgewählter Partner in den Regionen.

Unser Tipp für Ihren Start in Dinard: Plage de l’Écluse
Wenn Sie nur einen Tag in Dinard verbringen, beginnen Sie Ihren Rundgang am besten an der Plage de l’Écluse.
Der große Sandstrand liegt mitten im Zentrum zwischen den beiden felsigen Landzungen Pointe de la Malouine und Pointe du Moulinet. Von hier aus können Sie viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen.

Der Plage de l’Écluse spielte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung Dinards zum mondänen Badeort. 1859 entstand hier eine erste Badeanstalt. Es folgten Hotels, Kasinos und weitere Einrichtungen für die immer zahlreicher werdenden Sommergäste. Während der Belle Époque wurde der Strand schließlich zum gesellschaftlichen Treffpunkt der französischen und internationalen Aristokratie.

Heute gehören die blau-weiß gestreiften Strandzelte zu den bekanntesten Fotomotiven von Dinard.
Direkt hinter dem Strand liegen das Kasino und das Stadtzentrum. Gleichzeitig sehen Sie bereits die prachtvollen Villen auf den beiden Landzungen, die rechts und links der Bucht aufragen.

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Ein kleines Extra: Alfred Hitchcock
An der Plage de l’Écluse begegnen Sie einem berühmten Briten: Alfred Hitchcock. Die Statue des Regisseurs zeigt ihn zusammen mit Vögeln – eine deutliche Anspielung auf seinen Filmklassiker „Die Vögel” aus dem Jahr 1963.

Sie passt hervorragend zu Dinard, denn die Stadt pflegt bis heute eine enge Verbindung zum britischen Kino.
Jeden Herbst findet hier das bekannte britische Filmfestival statt, das zahlreiche Filmschaffende und Besucher an die bretonische Küste lockt.

Wussten Sie es?
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert gehörte Dinard zu den beliebtesten französischen Ferienorten wohlhabender britischer Gäste. Dieser Einfluss ist bis heute sichtbar. Englische Architekturelemente, die anglikanische Kirche und zahlreiche Villen erinnern an die Zeit, in der die britische Gesellschaft das Leben im Badeort entscheidend mitprägte.
Pointe de la Malouine: Belle Époque über dem Meer
Von der Plage de l’Écluse aus sollten Sie unbedingt zur Pointe de la Malouine spazieren. Die felsige Landzunge westlich des Strandes zählt für uns zu den schönsten Orten in Dinard. Ende des 19. Jahrhunderts entstand hier ein exklusives Villenviertel für eine wohlhabende, aristokratische Kundschaft. Der Unternehmer Auguste Poussineau erwarb 1879 einen großen Teil der Landzunge und ließ sie erschließen.
Besonders interessant ist, dass bei der Gestaltung das Panorama über das Meer eine wichtige Rolle spielte. Terrassen, Gärten und Villen wurden bewusst in die Landschaft integriert.
Beim Spaziergang begegnen Ihnen die unterschiedlichsten Baustile. Erker, Keramikfriese, Türmchen, Ziegeldetails und verspielte Dächer machen fast jedes Haus zu einem kleinen Kunstwerk.

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Unser Must-see: Villa Les Roches Brunes
Das berühmteste Gebäude auf der Pointe de la Malouine ist die Villa Les Roches Brunes. Sie steht spektakulär auf den Felsen über dem Meer und gilt als eines der Wahrzeichen Dinards.
Die Villa wurde zwischen 1893 und 1896 errichtet und hebt sich mit ihrem neohistoristischen Stil deutlich von ihrer Umgebung ab. Schon ihre Lage macht sie sehenswert.
Unser Tipp: Schauen Sie nicht nur auf die Villen. Immer wieder öffnen sich zwischen den Grundstücken und Mauern herrliche Blicke auf die Küste.


Pointe du Moulinet: Der schönste Blick auf Saint-Malo
Die Pointe du Moulinet befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Plage de l’Écluse.
Auch hier stehen einige der eindrucksvollsten Villen Dinards. Wegen ihrer Größe und Architektur wurden viele dieser Häuser früher treffend als „Châteaux de bord de mer”, also Schlösser am Meer, bezeichnet. Manche erinnern an englische Herrenhäuser, andere an kleine neugotische Schlösser, einfach traumhaft!
Doch mindestens genauso schön wie die Architektur ist die Aussicht.





Von der Spitze der Landzunge blicken Sie über die Mündung der Rance direkt auf Saint-Malo. Besonders gut erkennen Sie die befestigte Altstadt und ihre mächtigen Stadtmauern. Wenn Sie gerne fotografieren, lohnt es sich, am späten Nachmittag oder frühen Abend hierherzukommen.

Promenade du Clair de Lune: Der Mondscheinspaziergang
Schon der Name weckt Neugier: „Promenade du Clair de Lune” bedeutet auf Deutsch so viel wie „Mondscheinpromenade”. Tatsächlich zählt dieser Spaziergang für uns zu den schönsten Erlebnissen in Dinard. Der Weg führt geschützt am Wasser entlang. Palmen, exotische Pflanzen und blühende Gärten verleihen ihr stellenweise ein fast mediterranes Flair. Dazu kommen immer wieder historische Villen und herrliche Ausblicke auf die Rance und Saint-Malo.
Dass die Vegetation hier so ungewöhnlich üppig ist, hat einen interessanten Hintergrund. Die Promenade wurde in den 1930er-Jahren angelegt. Damals wollte Dinard mit den eleganten Badeorten der Côte d’Azur konkurrieren. Im Zusammenhang mit der Pariser Kolonialausstellung von 1931 kamen Palmen nach Dinard und der Botanische Garten von Rennes ergänzte die Anlage um seltene und exotische Pflanzen.
Am Ende der Promenade du Clair de Lune erreichen Sie den Strand „Plage du Prieuré“. Im Vergleich zur „Plage de l’Écluse“ geht es hier deutlich ruhiger zu. Interessanterweise war das schon vor mehr als 100 Jahren so. In Reiseführern aus dem späten 19. Jahrhundert wird zwischen der mondänen „Plage de l’Écluse“, an der man sich zeigte und gesehen werden wollte, und der ruhigen, familienfreundlichen Plage du Prieuré unterschieden. Und dieser Unterschied ist auch heute noch spürbar.


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Ein Spaziergang an der Küste entlang: der GR34
Wenn Sie gerne zu Fuß unterwegs sind, sollten Sie in Dinard zumindest einen kleinen Abschnitt dieses Wanderwegs laufen. Der berühmte bretonische Küstenwanderweg wird auch „Sentier des Douaniers”, also „Zöllnerweg”, genannt. Seinen Namen verdankt er den Zöllnern, die früher entlang der französischen Küste patrouillierten, um Schmuggler aufzuspüren. Heute folgt der GR34 über viele Kilometer der bretonischen Küste.
Er führt rund um Dinard an Felsen, kleinen Buchten, Sandstränden und prachtvollen Villen vorbei. Dabei eröffnen sich immer wieder neue Ausblicke auf die Côte d’Émeraude.






Das Wetter an der bretonischen Küste kann sich schnell ändern: Bevor Sie zu einer längeren Küstenwanderung aufbrechen, lohnt sich deshalb ein Blick auf unseren Beitrag zum Wetter in der Bretagne und zur besten Reisezeit.
Saint-Énogat – das ursprüngliche Dinard
Wenn Sie noch etwas Zeit haben, empfehlen wir Ihnen einen Abstecher dorthin. Der Stadtteil hat eine ganz andere Geschichte als die mondänen Villenviertel.
Denn vor 1850 war Dinard lediglich ein kleiner Fischerhafen. Das eigentliche Zentrum der Gegend lag in Saint-Énogat, wo sich das Leben rund um die Kirche und den Marktplatz abspielte. Noch heute erinnern kleine Granithäuser an die Fischer, Bauern und Seeleute, die hier lebten.
Mit dem Aufschwung Dinards veränderte sich auch Saint-Énogat. Künstler und Intellektuelle entdeckten den Ort, es entstanden Villen und 1875 wurde ein neues Badeviertel angelegt. Heute wirkt Saint-Énogat wesentlich ruhiger als das Zentrum rund um die Plage de l’Écluse.
Kunst und Kultur in Dinard
Bis heute ist Dinards Verbindung zu Künstlern und Kreativen spürbar. In der Stadt finden Sie zahlreiche Kunstgalerien, die ganz unterschiedliche Stilrichtungen präsentieren. Die Bandbreite reicht von traditionellen Werken bis zur zeitgenössischen Kunst.
Hinzu kommt das bekannte Filmfestival, mit dem Dinard seine enge Verbindung zur britischen Kultur pflegt.
Wenn Sie genügend Zeit haben, lohnt es sich daher, nicht nur die großen Sehenswürdigkeiten anzusteuern. Schlendern Sie auch ein wenig durch das Zentrum und werfen Sie einen Blick in die Galerien.

Was können Sie in und um Dinard unternehmen?
Dinard ist der ideale Ausgangspunkt, um weitere Orte an der Côte d’Émeraude kennenzulernen. Direkt gegenüber befindet sich beispielsweise Saint-Malo mit seiner befestigten Altstadt. Saint-Briac-sur-Mer ist ein ehemaliges Seefahrerdorf, das viele Künstler inspirierte. Saint-Lunaire mit seinen Stränden ist besonders bei Familien beliebt.
Etwas ruhiger präsentiert sich die Küste bei Lancieux. Wenn Sie Lust auf mittelalterliche Gassen und Fachwerkhäuser haben, sollten Sie unbedingt einen Ausflug nach Dinan einplanen. Die historische Stadt liegt etwas weiter im Landesinneren an der Rance.
Die Bretagne authentisch erleben?
Diese Tipps zeigen nur einen Ausschnitt dessen, was die Region rund um Dinard zu bieten hat. Wir kombinieren mehrere ausgewählte Stopps zu einer harmonischen Route, die Stadt, Küste und Bretagne perfekt verbindet.
Dinard und Saint-Malo verbinden
Die beiden Städte könnten dennoch kaum unterschiedlicher sein. Auf der einen Seite steht Saint-Malo mit seinen mächtigen Befestigungen, engen Gassen und seiner Vergangenheit als Korsarenstadt. Dinard wartet mit Villen, Gärten, Stränden und eleganter Seebadarchitektur auf.
Gerade dieser Kontrast macht es reizvoll, beide Orte miteinander zu verbinden.
Wenn Sie genügend Zeit mitbringen, empfehlen wir Ihnen, für Dinard mindestens einen halben bis einen ganzen Tag einzuplanen und den Ort nicht nur als kurzen Abstecher von Saint-Malo zu betrachten.
FAQ – häufig gestellte Fragen zu Dinard
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Plage de l’Écluse, die Belle-Époque-Villen auf der Pointe de la Malouine, die Pointe du Moulinet, die Promenade du Clair de Lune und ein Spaziergang auf dem GR34.
Für einen ersten Besuch sollten Sie mindestens einen halben Tag einplanen. Ideal ist ein ganzer Tag, damit Sie die Stadt entspannt zu Fuß erkunden können.
Ja. Dinard eignet sich hervorragend für einen Tagesausflug und lässt sich besonders gut mit Saint-Malo kombinieren.
Die Promenade du Clair de Lune ist eine historische Uferpromenade in Dinard. Auf Deutsch bedeutet ihr Name etwa Mondscheinpromenade. Palmen, exotische Pflanzen, historische Villen und der Blick über die Rance machen sie zu einem der schönsten Spazierwege der Stadt. Ihre heutige Gestaltung geht auf die 1930er-Jahre zurück.